Neue Version - Internet, Fluch oder Segen für Eigenprofil und Freundschaft?Neue überarbeitete Version
25.03.2010, 01:38 von Relax-Senf |
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Kommentare
Kommentar von Mara vom 23.03.2010 (durch Crash verloren gegangen)
Ja, BBs und FM Kommentare und ihr kluges Einbringen fehlen... und ich kann ihren Frust verstehen, hat man doch zusehends manchmal den Eindruck, dass im Internet in erster Linie geschrieben wird um Recht zu bekommen und nicht um zu diskutieren. Man sucht Bestätigung unter gleichgesinnten - und wenn man das an einer STelle nicht bekommt zieht man weiter ..
Senf-Relax Kommentar vom 23.03.2010 (durch Crash verloren gegangen)
@ Mara: Danke für diese Steilvorlage, die durchaus geeignet wäre, darüber einen separaten Beitrag im Blog einzustellen. Sie haben ja mit dem Artikel „ Dürfen Blogger alles?“ eine interessante Diskussion ausgelöst, die durchaus für eine Verknüpfung mit obiger Feststellung geeignet ist. Für mich persönlich gilt, dass ich nicht den Drang verspüre mich immer und zu jedem Thema äussern zu müssen. Dies dient auch der Einteilung vom eigenen Energiehaushalt. Vor allem dann,wenn eine hitzige und anhaltende Debatte absehbar ist und das Thema für einen persönlich nicht genügend wichtig ist.
Andererseits hat mir dann aber die Sichtweise von Zappadong auch gefallen. Mit Herzblut und glaubhaft für die beschriebene Haltung vorgetragen. „Ich blogge nicht zuletzt, weil ich meine Meinung äussern will.“ Sinngemäss, zu allem was mir passt, wozu ich Lust habe und Zeit aufwenden will. Artikel und Thread finde ich gut. Deshalb meine Klickempfehlung für Leser, die den Inhalt noch nicht kennen.
Der Mara Blog Eintrag eignet sich durchaus um Aufzuzeigen, dass es richtig zur Sache geht. In Klartext wird argumentiert und doch werden Spielregeln eingehalten. Das ist der entscheidende Punkt. Natürlich sind Blogs interessanter, wo kontrovers diskutiert wird und es gibt immer wieder Themen, wo die Diskussionen mein eigenes Bild, meine eigene Sicht, letztlich beeinflussen können. Das ist das Schöne beim Besuchen von Blogs. Ausserdem werden Besucher, die nur passiv dabei sein wollen, NUR LESEN WOLLEN, auch durch lebhafte Diskussionen angelockt.
Leider werden Diskussionen oft nicht nur hitzig sondern auch giftig. Das kann dann wiederum Leser und Kommentatoren abschrecken, die dem Blog den Rücken kehren. Wer Netz und Blogs als lehrreiche Unterhaltungsmöglichkeit sieht und die Möglichkeit zum Knüpfen von neuen sozialen Kontakten als gewünschte Option betrachtet, sollte halt bei Wortwahl und Überzeugungsanspruch, persönlichen Stil und Niveau erkennen lassen. Im Kopf entstehen ja beim Lesen Bilder der Akteure und parallel dazu werden soziale Kompetenzen zugeteilt.
Leider wird dies immer wieder vergessen. Diese Erfahrung habe ich schon beim Kommentieren bei der Facts Community gemacht. Grund für mich, öfters auf eine Beteiligung an Diskussionen zu verzichten, wenn Betonköpfe das Resultat der Debatte von Anfang an kennen und festschreiben wollen.
Zu meinem Beitrag „Banker, Börsen und Zocker sind unverzichtbar! Teil 1“ gab es nie die angekündigte Fortsetzung mit Teil 2. Einerseits weil es plötzlich sehr viel wichtigere Dinge für mich zu erledigen gab als Blogbeiträge zu erstellen. Bei allem Spass an Blogs und Communities, man sollte die Prioritäten im richtigen Leben nicht aus den Augen verlieren. Andererseits deshalb, weil eine Person federführend zum Teil 1 Stellung genommen hat, ohne auch nur beim Kenntnisstand einem KV-Lehrling im ersten Ausbildungsjahr zu entsprechen.
Wenn sich das Wissen über Banking beschränkt, dass es dort Lohn- und Sparkonto gibt und wenn die Konten leer sind, muss es einen gesetzlichen Anspruch auf Kredit geben, dann verzichte ich auf die Erstellung von Blogartikeln. Bei so einer Sicht zum Thema Relevanz der Banken für eine gesunde Volkswirtschaft, wundere ich mich welche Ausbildungsstätten besucht worden sind? Ich fühle mich nicht zuständig um jenes Grundwissen zu vermitteln, das erforderlich ist um Grundsätzliches zu verstehen.
Die Frage – Internet, Fluch oder Segen? – muss jeder für sich beantworten. Viel Stress ist aber hausgemacht und dies nicht nur beim Engagement in Communities sondern auch beim Kommentieren, wenn zu jedem kleinen Bobothema mit einer Vehemenz der eigene Standpunkt vertreten wird, wie wenn die nächste Gehaltzahlung davon abhängen würde! Öfters würde es den Schreibern gut tun, wenn sie im Geist das Argumentationsverhalten vom Geschäftsalltag – der Boss ist dabei – aneignen würden. Hart in der Sache aber fair im Stil. Dies bedeutet aber nicht, dass der Meinungsaustausch reduziert werden darf auf den täglichen Austausch von Komplimenten unter Freunden bei Pflichteinladungen bzw. unter Verwandten .