Geld beruhigt nicht immer ! Sogar „altes“ Geld kann reiche Zürcher um den Schlaf bringenGeld beruhigt nicht immer! Innert weniger Tage beachtete ich drei Print-Artikel, die völlig unterschiedliche Informationen aufbereiteten und aus meiner Helikopter Perspektive trotzdem einen klaren Berührungspunkt haben. Es geht um Geld, um viel Geld und es ist dieses Schmiermittel für Herz, Seele, Nerven und Ego, das sich über Nacht vom Seelenbalsam zum Seelenstachel entwickeln kann. Alle die oben aufgezeigten Spielarten von Ego-, Verhaltens-, Auftritts- und Neid-Fallen haben jene reichen Zürcher nicht, die über „altes“ Geld verfügen, welches sie seit Generationen als Angehörige der Gesellschaftselite ausweist. Tadellose Moral, vorbildhaftes soziales Engagement sowie eine Blütenweise Weste betreffend die ordentlich versteuerten Werte in der Familienkasse. Alles ist in bester Ordnung und doch könnte für einen Teil dieser Vorzeigebürger die zelebrierte Gelassenheit „über Geld spricht man nicht, man hat es einfach“ bald unvorhersehbar heftig gestört werden.
Die Reaktion des Historikers Hans Fässler:«Freude herrscht, weil Vernunft herrscht. Bisher herrschte die Bank.» Die Bank Leu, die vor wenigen Jahren in der Clariden Leu aufgegangen ist, hat sich seither mit aller Kraft gegen die Aufweichung des Bankgeheimnisses gewehrt und die Interessen der toten, aber lebendig honorigen, Zürcher vertreten, die ja wohl kaum wussten, dass mit ihrer Finanzierung eine Flotte von Schiffen zum Sklaventransport betrieben wurde. Jetzt musste die Bank klein beigeben, weil es die privatisierte Leu erst seit 1799 gibt, die Aktivitäten und der Gewinn rund um den Sklavenhandel jedoch bereits vorher – als eine Nebenaktivität der Stadt Zürich – angefallen ist. Relax-Senf kann sich vorstellen, dass die Investition in Aktien der Compagnie des Indes unermesslich reiche Rendite abgeworfen hat, welche erklärt, warum es Sippen am Züriberg und an der Goldküste gibt, die seit jenen Tagen von den schwarzen Zinsen der Sklavenhandelsaktivitäten leben können Um Geldträume geht es auch beim Artikel „Businessplan des Dolder Grand Hotel erweist sich als Luftschloss.“ Der Abschluss für 2009 weist einen Verlust von Fr. 33.1 Mio. aus. Vom schlechten Schlaf betroffen ist dort vermutlich das Management mehr als der 90 Prozent Eigentümer Urs Schwarzenbach, welcher im Banking und durch Forex Aktivitäten zu einem nicht genau bekannten Reichtum gekommen ist. Den Bau des Dolders hat er sich auf jeden Fall Fr. 500 Millionen kosten lassen. Eine anstehende und notwendige Kapitalerhöhung nicht eingerechnet. Der Aktionär wird bleiben. Ob, bzw. für wie lange dies auch auf das Management zutrifft, weiss wohl im Moment ausser Herrn Schwarzenbach niemand für sicher !!
09.06.2010, 03:14 von Relax-Senf |
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Kommentare
Bei der Aufsicht betreffend BVG tut sich etwas, wie der nachfolgende Artikel zeigt. Das ist gut im Hinblick auf "leicht möglichen Betrug", einen Schluss welche die regelmässig "platzenden" Korruptionsgeschichten zu belegen scheinen.
Warum die Aufsicht über die Pensionskassen etc. kantonal erfolgt, ist für mich unverständlich. Dabei geht es nicht einfach um das Einsparen von Kosten sondern um den Einsatz von rarem Spezialwissen, das in der benötigten Form bei der Finma bereits vorhanden ist. Die verzettelte kantonale Aufsicht bewirkt auch unterschiedliche Aufsichtsprozeduren und im Rahmen vom Gesetz, wo möglich, eine unterschiedliche Interpretation von Vorgaben.
Eine schlechte Lösung für die Zukunft zu einem Zeitpunkt, wo der egoistische Anspruch - jeder Kanton hat Anspruch auf attraktive Posten - nicht mehr zeitgemäss ist.
2. Juli 2010, Neue Zürcher Zeitung
Das BVG und die Aufsicht
Gefahr von regulatorischer Arbitrage
nz - An der AWP-Fachtagung in Bern ist die verabschiedete sogenannte Strukturreform zur Aufsicht von rund 2500 Pensionskassen, Gemeinschafts- und Sammelstiftungen wie auch anderen Vorsorgeträgern mehrheitlich in hohen Tönen gelobt worden.
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Die Weiterungen und "Überraschungen" verlaufen völlig im Rahmen, wie ich es mir vorgestellt habe. In der SonntagsZeitung vom 20. Juni 2010 war zu lesen, dass der bekannte Investor Rumen Hranov, auf dem Abklärungsradar der Behörden aufgetaucht ist. Rumen Hranov wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, als er seinerzeit Strafanzeige gegen den Swissfirst-Gründer Thomas Matter erstattete, die jedoch vor Gericht abgeschmettert wurde.
Im Zusammenhang mit der BKV-Affäre tauchen auch die Namen von den Beteiligungsgesellschaften BT & T sowie der HBM Bioventures auf. Wie Relax-Senf vermutet hat, werden plötzlich Transaktionen unter die Lupe genommen, die bis ins 2001 zurück gehen.
Betrachtet man ausserdem noch Erkenntnisse die ganz aktuell in der Sendung "ECO" auf SFDRS präsentiert worden sind, dann wird es nicht nur noch viele NEUE Erkenntnisse über die Hinterzimmer-Abschlüsse von grossen Deals geben sondern die Pensionskassenindustrie, wird mehr und mehr reguliert und überwacht werden.
Tages-Anzeiger vom 22.06.2010
BVK-Affäre: Waren die Kontrolleure auch Berater?
Im Korruptionsfall um die BVK hat «Eco» die seltsame Anhäufung verschiedener Funktionen beim Pensionskassenberater Complementa beleuchtet. Für Rudolf Strahm «nur die Spitze des Eisbergs».
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Inzwischen gab es eine weitere Verhaftung eines Prominenten. Anders gesagt, einer Person die zu Zeiten des Internet-Booms angeblich ein Vermögen gemacht hat. Diese Person hat seither durchaus "schillernde" Spuren hinterlassen, die vermutlich wegen den aktuellen Vorwürfen neu beleuchtet und ausgeleuchtet werden könnten, zu Erkenntnissen führen könnten, die nichts mit der BKV zu tun haben und trotzdem weitere „Goldfinger“ als schlichte Gewinn-Manipulierer entlarven könnte . Es ist schon tückisch, wie solche alte Seilschaften Jahre später durch Treibminen aus lustvoll gepflegten Macherträumen gerissen werden können.
Weitere Personen in der Anlage- und Finanz-Szene sind gerüchteweise bereits verhaftet worden bzw. befinden sich auf dem Untersuchungsradar der Staatsanwaltschaft.
Es gibt definitiv eine Reihe von "Geldmachern" die zurzeit keinen guten Schlaf finden.