Fünfzig Prozent der Chefs gehören gefeuert!Sich mit guten Leuten umgeben, Eine Stunde mit Jack WelchSich mit guten Leuten umgebenVon Frank Arnold Wie erklären sich die Lebensleistungen so unterschiedlicher Menschen wie Warren Buffett und Herbert von Karajan, Bill Gates oder Hillary Clinton? manager magazin präsentiert Auszüge aus dem Bestseller "Management - Von den Besten lernen". Lesen Sie im fünften Teil, warum für Jack Welch Personalpolitik immer Chefsache war.
11.06.2010, 01:17 von Relax-Senf |
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Kommentare
Was ich mir rausgeschrieben habe aus dem Artikel:
Zitat:
Da Menschen immer nur ganz wenige Stärken haben, muss man diese Stärken zunächst herausfinden, damit man die Person anschließend dort einsetzen kann, wo genau diese Stärke gebraucht wird.
(Zitat Ende)
Womit wir beim Chef sind, der viele Dinge viel schlechter kann als seine guten Mitarbeiter. Und das ist völlig in Ordnung so.
Gesamtwirtschaftlich ist der Mechanismus, indem der Markt das regelt, in Ordnung. Im einzelnen Fall ist es intern ein Drama, weil ein an sich nicht wurmstichiger Baum kein Wasser bekommt und der Nachwuchs das Gärtnern wo anders fortsetzen muss - unter Umständen.
Durch soleche Fehler greifen auch die Globalisierungsmechanismen, die Relax-Senf beschreibt, schneller und tiefer durch...
Damit sie im Laden aber nicht teurer werden, müssen Arbeiter zu niedrigeren Löhnen fertigen und die Umwelt wird durch zusätzliche Transporte belastet.
In einem auf stetigem Wachstum basierenden Markt gibt es keinen anderen Weg, solange wir Alle nicht bereit sind, höhere Preise zu bezahlen. Ob er auf Dauer gut ist, wage ich zu bezweifeln.
@ ClaudiaBerlin: Das ist ein wichtiger zusätzlicher Aspekt den Du aufbringst, welcher nicht in wenigen Zeilen abgehandelt werden kann. Auch, weil ich "zufällig" hinter der Frage/Aussage sehr wichtige Elemente ausmache, wie sie von Dir an anderer Stelle erwähnt worden sind.
Es hat mit Globalisierung zu tun und da gibt es Gewinner und Verlierer. Wobei die CH und EU Verlierer, gefliessentlich darüber hinweg sehen - anders gesagt, nicht bösartig aber schlicht oft nicht in der Lage sind zu erkennen, dass die Produktverbilligungen ja das eigene Budget entlasten - und nur so bei stagnierendem Einkommen der Konsum weiter läuft.
Ob man es mag oder nicht, ein Blick zurück in der Geschichte zeigt die grossen Veränderungen und die stehen Europa bevor. Nicht morgen, nicht übermorgen... aber sie kommen. Deswegen, wer schon jetzt begreift, dass die Flexibilität ansteigen muss, dass Patrons, Angestellte und Selbständigerwerbende sich auf den Innovations-Tsunami aus Asien einstellen müssen, der wird besser damit umgehen können und zum Teil sogar mit eigenem Erfolg einen Vorteil daraus ziehen können.
Und dies machen die Schwellenländer Aufholjäger vor. Viele Meinungen und Ideen zulassen, aber an einem Strang in eine Richtung ziehen, wenn das Ziel festgelegt ist.
Dies ist an dieser Stelle kein befriedigender Kommentar, aber die facettenreichen Auswirkungen, die ich auch spüre, lassen kein einfaches "Schwarz-Weiss-Schema" zu.
Vielleicht ist das ja ein ganz gewöhnlicher Verlauf in der Evolution der Wirtschaft? Wer nur noch den Status Quo halten will, insbesondere in Bezug auf die eigene Person und deren Macht/Einfluss/Reputation, der hat sich von DER SACHE, um die es in einem GUTEN Unternehmen gehen sollte, innerlich längst verabschiedet. Es folgt Verknöcherung/Versteinerung, die irgendwann das ganze Unternehmen in den Untergang führt. Denn immer gibt es irgenwo hungrigere, engagiertere Menschen, die noch mehr auf ihre Chancen als auf ihre Bestände abfahren - und die solche sklerotischen Unternehmen dann eben überflügeln, an die Wand und aus dem Markt drängen.
Ist es so? (und ist es nicht GUT SO?)
Was meinst Du? Was meint Ihr?
@ Karin: Du hast den wunden Punkt bei den Patrons getroffen. Bei allen Qualitäten, über die Gründungsunternehmer sicher verfügen und die sie dazu befähigen, ihre Idee umzusetzen und ihr Unternehmen durch die extrem anspruchsvolle Startphase zu manövrieren, braucht es ab einem gewissen Erfolgspunkt noch weitere Qualitäten. Nobody is perfect. Der Chrampfer und alles-selber-Macher ist Motor und Impulsgeber über eine gewisse Zeit. Doch irgendwann braucht es zusätzliche Manager, die nicht einfach ein Clon vom Gründer und Patriarch sein können und auch nicht dürfen. Erfolgreiche Macher haben mehrheitlich Mühe, die uneingeschränkte Alleinkontrolle in ein Mehrkopfsystem zu entlassen. Sei es schon während der Wachstumsphase, wo allenfalls trotz Erfolg die Marktmöglichkeiten ungenügend genutzt werden oder spätestens rechtzeitig, d.h. J a h r e vor einem möglichen Teilrückzug, die Kräfte zu suchen und einzubinden, die das Lebenswerk erfolgreich weiter führen können.
Eine rühmliche Ausnahme die mir spontan einfällt, ist Daniel Borer der Gründer von Logitech. Er hat als Logitech in der Krise war, externe Profis gesucht und Power ausgestattet. Zum Vorteil von Logitech und seinen Interessen als Grossaktionär.
...Meinungsverschiedenheiten zu wollen, um zu besseren Entscheidungen zu kommen, ist eben ein wesentlicher Teil kompetenten Managements...
Etwas, was meiner Erfahrung nach bei dem KMU's völlig vergessen geht. Da gibt es die sog. Patrons, die Königen gleich herrschen und deren Meinungen über allem stehen. Natürlich ist es auch absolut verboten, klüger oder besser als der Chef zu sein. Bei der Suche nach dem Nachfolger beginnt dann der ernüchternde Leidensweg, denn eine Nachfolgeregelung ist praktisch nicht möglich. Daran kranken (und scheitern) ca. 80% der KMU's.