Boni-Strafsteuer in Grossbritannien! - Subventioniert mit Steuern aus der Schweiz?Spiegel Online 05.02.2010 Großbritanniens Regierung darf auf eine kräftige Finanzspritze hoffen. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters wird sie durch eine neu eingeführte Strafsteuer auf Manager-Boni mehrere Milliarden Euro einnehmen. Was CS und DB beschlossen haben, kann nur "tragbar" bleiben solange andere Staaten, wie D / F / USA / CH etc. nicht die selbe Strafsteuer beschliessen. Würden diese Länder es tun, würden sich diese Boni mit Aufschlagsteuer so verteuern, dass es effektiv eine spürbare Auswirkung auf die v o r z e i g b a r e n Nettogewinne der Banken haben und dies würde effektiv weh tun. Eine Boni-Steuer auf dem Finanzplatz London, subventioniert durch die Global Player Banken mit Steuerhauptsitz ausserhalb von UK, wirkt sich natürlich in einem reduzierten, steuerbaren Gewinn am Hauptsitz der Institute aus. Das heisst, die Steuereinnahmen von Banken in der Schweiz sinken, womit der Steuerzahler in der Schweiz die höheren Steuererträge im United Kingdom mitfinanziert. Das ist selbst für Relax-Senf völlig inakzeptabel, weil dies zu zusätzlichen Wettbewerbsverzerrungen führt
05.02.2010, 18:29 von Relax-Senf |
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Ich bin gegen eine Boni-Strafsteuer. Ich bin f ü r eine Steuer um die angerichteten Schäden im Steuer- und Staatshaushalt auszugleichen. Diese Steuer soll aber dort geholt werden, wo Banken und deren Management zu hohe Risiken eingegangen sind und in ihrer Gewinngier, "alte aber gültige Bankregeln" missachtet haben. Wer in Stein gemeisselte Banker-Risiko-Regeln ignoriert, wird i m m e r wieder vom Mark bestraft. Es ist nur eine Frage de Zeit. Wer keine Staatshilfe benötigt hat, wie z. B. Credit Suisse und Deutsche Bank, soll keine allgemeine Strafsteuer bezahlen müssen. Die Bezahlung einer Finanzmarktrisiko-Steuer für die Finanzierung einer Risiko-Ausgleichs-Versicherung ist eine andere Geschichte. Die sollen alle Banken bezahlen. Die Zahlungen für die ertappten Sünder, wird jedoch durch 2 x Steuern bezahlen müssen entsprechend grösser und damit soll der Risikoappetit gesteuert werden. Beide Steuern zusammen, eignen sich durchaus auch, um auf die Boni-Gestaltung Einfluss zu nehmen, denn wo weniger zum Verteilen vorhanden ist, wird weniger exzessiv ausgeschüttet.
Es ist aber auch nicht in Ordnung, wenn die Banken zu jenen Tricks greifen, bei denen alle Bankangestellten einen Beitrag leisten sollen, um die Boni-Steuer für die Top shots zu verhindern, wie es die Barclays Bank beabsichtigt. Die Baken müssen da einen anderen Weg finden.
Bis jetzt hatte ich immer Bedauern mit BR Merz, wenn alle auf ihn eingeprügelt haben. Z. B. habe ich ihm bei seinem Ausflug nach Libyen, zwar Naivität aber auch eine gute Absicht zugeordnet.
Wenn ich jetzt hören muss, dass BR Merz einfach mal den automatischen Bankdatenausgleich in Aussicht stellt, ohne Not und ohne dafür etwas von Überlebensbedeutung zu bekommen, bin ich schon konsterniert. In einer Bank-GL müsste dieser Mann abtreten. In den "guten, alten Zeiten" durften solche Missetäter Titel und Lohn behalten und wurden z. B. fürs Möbellager oder fürs Archiv verantwortlich gemacht. Aber diese Grosszügigkeit ist auch bei Banken seit Jahren vorbei.