Was wollen wir?17.05.2010Was wollen wir?Diese Frage ist umso einfacher zu beantworten, je mehr wir unsere Zielvorgaben einengen. Wir sollten weniger wollen, jedoch qualitativ mehr, und wir sollten versuchen, unsere Ziele vollends zu erreichen. Wenn wir breite Zielvorstellungen haben und den Einsatz streuen, ist die Chance der Befriedigung und des Erfolgs geringer. Wir beeinträchtigen auch unsere Lebensqualität, vermögen nicht mehr, unsere Zeit zu optimieren, und stellen somit auch unser Glück in Frage. Und dabei ist doch diese Triebfeder des Wollens unsagbar wichtig. Wenn wir hier frei Immanuel Kant zitieren: “Alle materiellen praktischen Regeln sehen den Bestimmungsgrund des Willens im Begehrungsvermögen.“ Also müssen wir den Willen eng mit unseren Primärmotiven verbunden sehen. Wenn wir diesen Willen nicht domestizieren wollen, so müssen wir dazu sehen, dass das Tier im Menschen nicht ganz zugrunde geht, denn diese Instinkte verbinden uns noch sehr mit der Natur, deren Gesetze wir in vielen Bereichen schändlich missachten. Dieser natürliche Wille, verbunden mit praktischer Vernunft, sollte uns bis in die letzten Jahre unseres Erwerbslebens erhalten bleiben, wenn wir nicht zu meinungslosen, kompromissliebenden Peterprinziplern werden wollen. Wenn wir nur alle dieses Wollen im Erreichen von Zielen sehen könnten und nicht ständig den Willen allein im Bereiche des Besitzstrebens sähen, wären viele Pläne leichter zu erreichen. Bei leistungsstarken Menschen ist Besitz nichts anderes als ein Beiprodukt eines erfolgreichen Lebens.
17.05.2010, 05:43 von Dr. H. J. Stalder-Straub |
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