Schein und Nicht-ScheinSchein und Nicht-Schein
Auch wenn man „sein Licht nicht unter den Scheffel setzen“ soll (Matthäus 5,15.16), so soll es doch die Wirklichkeit zeigen und keine Dörfer des Fürst Gregor Alexandrowitsch Potemkin. In den Augen der Anderen „scheinen“ wir ja immer etwas anderes zu sein, als was wir sind. Wenn eine Meinung einmal feststeht, so ist sie sicher zu gut oder zu schlecht, ganz selten aber korrekt. Medienschaffende Werbefachleute und Politiker nutzen diese Marge zur Selbst- und Drittdarstellung, denn sie wissen genau, dass eine „gewisse“ Deviation von der absoluten Wahrheit noch nicht schädlich ist. Schein baut auf Glauben, Nicht-Schein auf Wissen. Jeder weiss, wie gut er ist oder nicht, die anderen sollen glauben, was man Ihnen zeigt. Und genau das muss einer Prüfung standhalten.
18.10.2009, 03:24 von Dr. H. J. Stalder-Straub |
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Kommentare
Ich freue mich über diesen Beitrag und kann nur mit genügendem Zynismus feststellen, dass die absolute Freiheit nur der Tod sein kann, denn die Freiheit im normalen Leben hört dort auf, wo die Limite gegenüber dem Nachbarn zum Tragen kommt.
Freue mich über weitere Anregungen und wünsche viel Freude, Henri Stalder
Was Sie beschreiben, ist, abgeschwächt, ja in jeder unserer Eigendarstellungen nach aussen der Fall. Und das Wesen der Freundschaft ist es wohl, dass genau diese Deviation immer kleiner werden darf. Am Ende hilft der Freund uns womöglich, selbst endlich auf das Ich ohne Schminke zu blicken... und erst noch bejahend