Fallstudie: Wenn der Kontrollverlust eines Talkmasters zur öffentlichen Exekution führtFallstudie
Im Herbst 2007 beachtete ich in den Online News, dass Talkmaster Johannes Kerner den Talkshow Gast Eva Herman, aus der Sendung geworfen hat. Grund für mich um am Abend die Kerner ZDF-Talkshow anzusehen. Was ich zu sehen bekam, eignet sich als Case Study für junge und alte Manager, denn es zeigte schonungslos auf, was passiert, wenn man nicht Chef in der Manege ist! Die versammelte Meute macht was sie will. Es war Kerners Zirkus, es war seine Manege, in welcher er zusätzlich zur artigen Hauskatze "Eva Herman", noch den Terrier "Margarethe Schreinemakers", den Zwergdackel "Senta Berger" und das Chamäleon „Mario Barth“ versammelt hatte. Dompteur Kerner machte gleich zu Beginn den taktischen Fehler, dass er sich die Führungsrolle aus der Hand nehmen liess. Sicher kann man in einer von Anfang an heissen und aufgeladenen Situation ganz bewusst die ungeduldigen Mitstreiter nach vorne preschen lassen, um ihnen einen ersten geilen Ego-Auftritt zu gönnen! Doch der Dompteur muss Führung zeigen, er muss vorab die Bissigen an die Kandare nehmen, damit sie auf sein Kommando hören. Der Dompteur muss von allen akzeptierter Chef in der Runde sein, sonst entgleitet ihm der Ablauf. Soll heissen, ob als Dompteur oder Talkmaster, die Gäste im Studio und die Zuschauer zu Hause am Fernseher wollen unterhalten sein, wollen das Austeilen und das Einstecken bis am Schluss geniessen, um erst am Ende der Show individuell zu entscheiden, wer für welchen Angriff oder welches Parieren, wie viele Punkte zugeteilt bekommt. Kerner hat es total vermasselt. Er hat es zugelassen, dass der Terrier die Hauskatze ständig attackiert und schwer gebissen hat. Kerner war parteiisch, der Kampf fand ohne Regeln statt, was der Dompteur genossen hat. Anstatt die Zuschauer in den Genuss eines Hin und Her wogendes Kampfes kommen zu lassen. Was haben sich Kerner und seine Redaktion dabei gedacht, als sie im Vorfeld den Ablauf der Sendung besprochen haben? Kerner und Redaktion hatten wohl, wie anschliessend in den Medien zu lesen war, eine öffentliche Hinrichtung der Eva Herman für den Fall geplant, dass sie nicht als "Quoten Zünder für Kerner“ während der Sendung, eine Aussage machen würde, die Kerner dem Deutschen Fernsehvolk als Entschuldigung und Distanzierung von ... einer ungeheuerlichen Aussage präsentieren wollte. Es ging um einen sehr gravierenden Vorwurf, der von Herman bestritten wurde, jedoch von Kerner und der „Öffentlich rechtlichen Anstalt ZDF“ nicht auf seine Stichhaltigkeit überprüft wurde. Dies obwohl es für den Giganten ZDF und seinen Unterhaltungskasper Johannes Kerner, ein Leichtes gewesen wäre, die vorhandenen Fernsehaufnahmen zu kontrollieren, um Klarheit zu schaffen, zwischen einer Meldung im Hamburger Abendblatt und der von Herman von Anfang an als unkorrekte Interpretation bestrittenen Aussage.
Welt Online 24.05.2010 "Die Wahrheit und ihr Preis"Eva Herman, ein Running Gag der EmanzipationVon Antje Hildebrandt 24. Mai 2010, 13:10 Uhr
In ihrem neuen Buch rechnet die ehemalige Tagesschau-Moderatorin Eva Herman mit ihren Gegnern ab. Doch wer gesammelte An- und Entschuldigungen erwartet, liegt falsch. Der Ton, in dem dieses Buch geschrieben ist, ist eher leise und teilweise angenehm selbstironisch. Die Geschichte eines Missverständnisses.
28.05.2010, 03:06 von Relax-Senf |
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Kommentare
Es geht um das Loveparade Horror-Unglück in Duisburg. Eve Herman hat den Vorfall zu einer Stellungsnahme genutzt, um über den Sittenzerfall zu wettern. Der Artikel wird 1 x hier im Dossier Herman verlinkt und 1 x in der Aritkel Rubrik.
Tages-Anzeiger 26.07.2010
Diese «sogenannten Achtundsechziger»
Von Olivia Kühni. Aktualisiert um 21:12 Uhr
Die frühere deutsche «Tagesschau»-Sprecherin Eva Herman hat mit ihrer Moralkeule gegen die Loveparade für Aufruhr gesorgt. Heute doppelt sie nach – in bekannter Manier
Volltext-Quelle
Harsch ins Gericht mit Eva Herman zur Loveparade Schelte geht die
Welt Online 26.07.2010
Eva Hermans Kampf gegen die Loveparade
Die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin lässt sich über die Loveparade aus. Ihr Artikel wirkt zynisch – oder schlicht übergeschnappt.
Volltext-Quelle
Ausschnitte aus dem Tages-Anzeiger vom 25.05.2010 zum Thema Eva Herman:
"So wenig man mit der Weltanschauung der Eva Herman einig sein mag: Was sie in ihrem Buch berichtet und teilweise auch mit Beweisen untermauern kann – sie hat gegen mehrere deutsche Titel geklagt und jedes Mal recht bekommen –, stellt der deutschen Presse ein miserables Zeugnis aus."
Und
"Das ist der eigentliche Skandal, nicht ihre gestrig anmutenden Theorien. Entschuldigt habe sich bis heute niemand bei ihr. Die deutsche Presse schweigt «Die Wahrheit und ihr Preis» mehrheitlich tot. Nur die «FAZ» schrieb: «All jene, die sich für Medien interessieren oder selbst in ihnen arbeiten, sollten dieses Buch lesen.» "
Volltext-Quelle
Was er sich mit Eva Hermann erlaubte, war unter aller Kanone, liess jeglichen Anstand vermissen. Einfach nur peinlich!