Das Vertrauen ins Essen ist erschüttertDer folgende Artikel ist schon einige Tage alt und hat nichts mit dem Boulevard Blog zu tun, aber ist interessant und wichtig und wird deshalb gepostet: Das Vertrauen ins Essen ist erschüttertVon Angela Barandun. Aktualisiert am 17.07.2010Die Schweizer misstrauen den Lebensmittelhändlern und ihren Produkten. Wird die Branche dem Phänomen nicht Herr, droht Konsumverweigerung.
24.07.2010, 01:43 von Charly |
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Kommentare
@ Cherrie H: Mir auch!
... Gefährlich wird es, wenn Migros, Coop, Aldi und Lidl weiter auf die Preise der Produzenten drücken ...
Die Frage ist nicht, ob uns ein nächster Lebensmittelskandal droht, sondern nur noch wann. Mir macht das ständige billiger und billiger richtiggehend Angst, weshalb ich praktisch ausschliesslich unverarbeitete Lebensmittel kaufe und die gesamte Arbeit selber in der eigenen Küche bewerkstellige.
... Am liebsten würden die Schweizer im Bioladen, auf dem Markt oder direkt beim Bauern einkaufen. Unter dem Strich ist ihnen das aber zu kompliziert, zu teuer, oder es fehlt die Zeit zum Kochen. ...
Solange der Konsument alles haben will und zu keiner Entscheidung fähig ist, wird er weiter in diesem Dilemma leben müssen. Ein Umdenken ist da dringend nötig: Muss man tatsächlich 60 Stunden in der Woche arbeiten, um sich dann abends mit Tütenfrass (teuren) Fertigmahlzeiten zu verköstigen, oder wäre es vielleicht besser, nur 40 Stunden im Büro zu verbringen und dafür Zeit zu haben, eine anständige Mahlzeit zu kochen?
Solange ein 60-Stunden-Job Prestige statt Mitgefühl und die Hausarbeit Mitgefühl statt Prestige einbringt, wird sich nichts ändern. Wenn ich jedoch die zunehmende Zahl der Aus- und Umsteiger sehe (bei manchen erzwungen durch eine stressbedingte Krankheit), bin ich gar nicht so pessimistisch: Es wird sich in sehr naher Zukunft vieles ändern, einfach weil es muss, weil es nicht mehr anders geht, weil wir sonst alle unsere Gesundheit aufs Spiel setzten, beim Essen und beim Arbeiten.